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Wem gehört die Zukunft?

„Wem gehört die Zukunft?“, das ist das Policy Lab-Thema für das Wintersemester 16/17. Mit dieser Fragestellung, greifen wir die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der jungen Generation auf und versuchen mit unserem Programm Zukunftsprognosen zu geben.

Berufsängste gehören zu diesen Herausforderungen. Durch Digitalisierung von Arbeitsbereichen fallen Jobs weg und gleichzeitig werden neue geschaffen. Doch bleibt genug Arbeit für alle und wie viel ist die geleistete Arbeit noch wert? Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre ein Zukunftsmodell, das in arbeitskritischen Debatten bisher gefallen ist. Die Suche nach einem Erwerbseinkommen wird für Betroffene erleichtert, sagen Befürworter*innen eines Grundeinkommens. Kritiker*innen entgegnen, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen zum „Faulenzen“ einladen würde. Abschließend gibt es bisher kein Urteil, womit die junge Generation beruhigt in die Zukunft schauen könnte.

Veränderungen durch Digitalisierung bestimmen nicht nur die Arbeitswelt, sondern in Zukunft auch die freie Zeit, denn Handy und Laptop ermöglichen ständiges Abrufen von Nachrichten. Die Einheit von Freizeit und Beruf wird darüber hinaus von den Medien unterstützt, die den Traum von der Selbstverwirklichung proklamieren. Die Freizeitbeschäftigung zur Haupteinnahmequelle zu machen, das ist sicherlich der Traum von vielen jungen Leuten. Aber ist die permanente Suche nach Selbstoptimierung noch gesund? Wo sind die Ressourcen der menschlichen Natur ausgeschöpft? In einigen Firmen wurde bereits auf das Problem der Untrennbarkeit von Freizeit und Beruf reagiert, indem den Mitarbeiter*innen das Abrufen der Mail während der Urlaubszeit verboten wurde.

Bleibt noch die Frage ob, die Politik die Herausforderungen der jungen Generation kennt und sich ihrer angenommen hat. Der schlechten Wahlbeteiligung und dem zurückhaltenden Parteienengagement nach zu urteilen scheinen viele Jugendliche dies zu bezweifeln. Stattdessen haben sie neue Formen der Politikbeteiligung gefunden, wie zum Beispiel die hohe Beteiligung an Politikdebatten im Internet oder aktives Mitwirken in Nichtregierungsorganisationen. Wirken Politiker*innen also altmodisch und uncool auf junge Leute? Welche Auswirkungen hat die Abkehr von Parteienpolitik für die Gesellschaft?

Fragen über Fragen…. Wir versuchen Antworten zu finden und organisieren drei Veranstaltungen:

Catch me if you can, Partei! – Wie Engagement und Parteien wieder zusammen finden können

Robotopia – Sollten wir Arbeit neu denken?

Error 404 – Deine Freizeit konnte nicht gefunden werden

Weitere Inspirationen zu unserem Semesterthema findest du hier: policylab.de/zukunft

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