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Was darf Umweltpolitik?

„Wir brauchen ’ne Ökodiktatur, wir schaffen’s nicht alleine.“

Mit diesem Videoauftakt von Hagen Rether stand am Abend des 11.01.18 eine provokante Forderung im Raum.

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung von Policy Lab stand die Frage: Was darf Umweltpolitik?
Wir haben uns gefragt: Wie würde die Gesellschaft härtere Umweltauflagen, wie eine Fleischsteuer, Flugverbote oder ähnliches aufnehmen? Wie viel individuelle Freiheit darf für ein Ziel wie Umweltschutz eingeschränkt werden? Und wie kann und soll Umweltpolitik in einer Demokratie funktionieren?

Es wurden durch 3 Referent*innen verschiedene Perspektiven auf dieses Thema beleuchtet. Professor Thomas Saretzki gab eine kurze Einführung in die Mittel und Grundlagen der Umweltpolitik in Deutschland, Norman Laws erzählte etwas über die Normativität von Umweltpolitik, und schließlich ermöglichte Lisa Masthoff einen kurzen Einblick in die Umweltpolitik Chinas. So bildeten wir einen thematischen Überbau, der erst die Möglichkeiten, dann die Ideale von Umweltpolitik und zum Abschluss die Perspektiven von Umweltpolitik in autoritären Strukturen, wie sie in China vorzufinden sind.

Den Abschluss bildete eine ausführliche Fishbowl-Diskussion. Mit reger Teilnahme wurde von allen Anwesenden über die aufgeworfenen Fragen diskutiert und abgestimmt: Wie viel individuelle Freiheit darf durch den Staat zugunsten der Umwelt limitiert werden und wo muss jeder Bürger selber entscheiden? Ein kontroverses Thema, das selbstverständich auch hier keinen wirklichen Abschluss finden konnte.

 

Wir freuen uns über die etwa 100 Interessierten, die den Abend mitgestaltet und bereichert haben!

Referenten: Thomas Saretzki, Lisa Masthoff, Norman Laws