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Was darf Umweltpolitik?

“Wirtschaft warnt vor katastrophalen Folgen”


Mit diesen Worten verwies ein Kommentator der “Welt” im Frühjahr 2016 auf eine neue Gesetzesinitiative, die im Rahmen der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens in Deutschland vorgeschlagen wurde.
Sind wir also auf dem Weg in eine Ökodiktatur oder brauchen wir diese vielleicht?

Am Donnerstag den 11.01.18 fand die vorletzte Veranstaltung unserer studentischen Initiative Policy Lab in diesem Semester statt. Wir befassten uns mit der Frage: Was darf Umweltpolitik?
Wir haben uns gefragt, wie würde die Gesellschaft härtere Umweltauflagen wie eine Fleischsteuer, Flugverbote oder ähnliches aufnehmen? Wie viel individuelle Freiheit darf für ein Ziel wie Umweltschutz eingeschränkt werden? Und wie kann und soll Umweltpolitik in einer Demokratie funktionieren?

Zum Einstieg zeigten wir einen kurzen und provokanten Videoausschnitt aus “Die Anstalt”, indem Hagen Rether eine Ökodiktatur fordert.

Es wurden durch 3 Referenten verschiedene Perspektiven auf dieses Thema beleuchtet. Professor Thomas Saretzki gab uns einen Einblick in die Mittel und Grundlagen der Umweltpolitik in Deutschland. Nach seinem theoretischen Input redete Norman Laws über die Normativität von Umweltpolitik, bevor Lisa Masthoff eine kurze Einführung in die Umweltpolitik von China. So bildeten wir einen thematischen Überbau, der erst die Möglichkeiten, dann die Ideale von Umweltpolitik und zum Abschluss die Perspektive einer Ökodiktatur, wie sie mehr oder minder in China vorhanden ist.

Daraufhin folgte die partizipativen Abschnitte des Abends, welche sehr positiv von den ca.100 Teilnehmer*Innen aufgenommen wurde. Wir veranstalteten eine Kahoot Umfrage mit diversen Statements, was Umweltpolitik denn sollen dürfe. Wie viel individuelle Freiheit darf durch den Staat limitiert werden und wo muss jeder Bürger selber entscheiden?

Den Abschluss bildete eine FishBowl Diskussion, an der sich viele Besucher*Innen beteiligten und wo längst nicht alle aufkommenden Fragen beantwortet werden konnten.

Die große und sich über viele Themenspektren ersteckende Diskussion und Partizipation zeigt die Wichtigkeit dieses Themas und unsere richtige Intuition dieses Thema in den Fokus der Uni-internen Diskussion zu lenken. Besonders gefreut hat uns, dass unsere Veranstaltung von praxis- und lebensnahen Erfahrungen und Perspektiven von Nicht-Studierenden bereichert wurde.

Wir als Initiative freuen uns, dass wir so viele Menschen für dieses Thema interessieren konnten und dabei neue Perspektiven kennenlernen durften!

 

Besonders gefreut hat uns, dass unsere Veranstaltung von praxis- und lebensnahen Erfahrungen und Perspektiven von Nicht-Studierenden bereichert wurde.

Referenten: Thomas Saretzki, Lisa Masthoff, Norman Laws