Revolution2

Revolution! Wen juckt das schon?

Je retro desto neu“ scheint das Motto unserer Generation zu sein: Ob Musik, Kleidung oder Lebensstil – die 60er Jahre erleben ein Revival. Doch gilt das auch für den revolutionären Geist, der gen Ende dieses Jahrzehnts zum Vorschein kam?

Vor 50 Jahren ging eine Generation für ein freieres Leben, für sexuelle Selbstbestimmung, für Frieden und eine Aufklärung der NS-Zeit auf die Straße. Die Folgen der Proteste der 68er-Generation prägen unsere Gesellschaft bis heute.
Doch seitdem hat sich viel getan. Heute kann man mit wenigen Klicks eine Online-Petition unterschreiben und Hashtags wie #metoo lösen Protestwellen aus, die über Ländergrenzen hinweg Prozesse ins Rollen bringen. Gleichzeitig wird immer wieder der Vorwurf laut, die heutige junge Generation wäre wenig revolutionär und zu bequem, um an Demonstrationen teilzunehmen. Aber was hat sich denn geändert? Sehen wir keine Gründe zu protestieren – oder hat sich nur unsere Form des Protests geändert? Wollen wir eine Revolution des Systems oder nur kleine Teile im System verändern? Welchen Unterschied macht es, ob wir gegen oder für etwas sind? Und was brauchen wir, um etwas zu verändern?

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Darüber diskutiert haben: 
– Reinhard Kahl, Erziehungswissenschaftler, Journalist, Filmemacher und Gründer einer antiautoritären Schülergruppe 1967
– Tim Weber, Geschäftsführer des Landesverbandes Bremen von Mehr Demokratie e.V.
– Leslie Gauditz, SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik & Institut für Protest- und Bewegungsforschung

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